Das Netzwerk für das schwerkranke Kind war kürzlich bei zwei wichtigen Fachveranstaltungen in Saarbrücken vertreten. Beide Termine boten wertvolle Gelegenheiten, bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Kooperationspartnerinnen und -partner kennenzulernen und zentrale Themen rund um die Versorgung und Begleitung von Kindern und Familien zu diskutieren.
Die 3. Fachtagung zur Netzwerkarbeit in der Hospiz- und Palliativversorgung Region Südwest fand im Saarrondo statt. Im Mittelpunkt standen der fachübergreifende Austausch und die Frage, wie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren der Hospiz- und Palliativversorgung weiter gestärkt werden kann. Gerade bei der Begleitung schwerkranker Kinder und Jugendlicher ist ein gut funktionierendes Netzwerk von besonderer Bedeutung. Medizinische, pflegerische, psychosoziale und therapeutische Angebote müssen möglichst eng ineinandergreifen, damit betroffene Familien die Unterstützung erhalten, die sie in ihrer individuellen Situation benötigen.
Neben fachlichen Impulsen bot die Tagung viel Raum für persönliche Gespräche. Dabei wurde erneut deutlich, wie wichtig verlässliche Kontakte, kurze Kommunikationswege und ein gemeinsames Verständnis der jeweiligen Aufgaben und Angebote sind.
Auch beim Netzwerktreff Frühe Hilfen im vhs-Zentrum am Saarbrücker Schloss stand die Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche im Vordergrund. Die Frühen Hilfen begleiten werdende Eltern und Familien mit kleinen Kindern und können insbesondere in belastenden Lebenssituationen wichtige Unterstützung bieten. Für Familien mit einem schwer oder lebensverkürzend erkrankten Kind ist es besonders wichtig, frühzeitig von passenden Beratungs-, Unterstützungs- und Versorgungsangeboten zu erfahren.
Der Austausch mit den Fachkräften aus den Frühen Hilfen eröffnet die Möglichkeit, Familien noch gezielter zu erreichen und bei Bedarf frühzeitig an geeignete Stellen weiterzuvermitteln. Gleichzeitig konnten die Aufgaben und Angebote des Netzwerks für das schwerkranke Kind vorgestellt und bekannter gemacht werden.
Beide Veranstaltungen haben gezeigt, dass eine gute Versorgung nur gemeinsam gelingen kann. Das Netzwerk für das schwerkranke Kind möchte deshalb auch künftig den Austausch zwischen den beteiligten Einrichtungen, Diensten und Berufsgruppen fördern. Ziel ist es, Strukturen weiterzuentwickeln, Wissen zu bündeln und Familien mit schwerkranken Kindern möglichst umfassend und bedarfsgerecht zu unterstützen.





